Minister Dulig im Bayerischen Landtag

Dulig

von links nach rechts: Johanna Werner-Muggendorfer, Bernhard Roos, Minister Martin Dulig und Ruth Müller

 

Die niederbayerischen Landtagsabgeordneten Johanna Werner-Muggendorfer, Ruth Müller und Bernhard Roos nutzten die Gelegenheit sich mit Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, auszutauschen, sein Projekt: „Kommunikation am Küchentisch“ interessierte die niederbayerischen Abgeordneten besonders.

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70 Jahre Bayerische Verfassung

Es war „ein großes Demokratiefest“ zu dem die Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer BayernSPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher als Hauptredner in den „Deutschen Hof“ nach Kelheim geladen hatte. Die Sozialdemokraten feierten den  70. Jahrestag der Bayerischen Verfassung und deren Urheber  Wilhelm Hoegner.

„Wir Sozis haben mit dem Freistaat viel mehr zu tun als die Schwarzen“, betonte die Abgeordnete, daher müsse man jedes Jahr an die sozialdemokratischen Wurzeln Bayerns erinnern. Das tat auch Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann in seinem Grußwort: „Die Basis, wie sich dieses Bundesland heute in Deutschland und der Welt darstellt, trägt eine klare sozialdemokratische Handschrift.“

Markus Rinderspacher dachte in seiner Festrede ganz offen nach über den aktuellen Zustand der  Demokratie, der heute einhergehe mit Protesten aus dem rechten Lager, Beschimpfungen der Führungsspitzen in der Regierung und Politikverdrossenheit. Weil kaum mehr jemanden der Wert von Demokratie und Freiheit bewusst sei, erinnerte Rinderspacher  an die SPD-Abgeordneten im Reichstag, die geschlossen die Hand  gegen das Ermächtigungsgesetz gehoben hatten, das Hitler freie Hand zu dessen Diktatur gegeben habe.  Viele von ihnen waren  dafür mit Konzentrationslager oder dem Tod bestraft worden: „Das war damals eine der wichtigsten Stunden der Sozialdemokratie.“ Mittlerweile seien diese positiven Vorbilder verblasst, „weshalb viele so viele nichts mehr anfangen  können  mit unserer Demokratie.“ Was das von Hoegner verfasste Papier belangt, sei bis heute „noch verdammt viel zu tun, um alles umzusetzen, was in dieser Verfassung steht.“

Eröffnung der Wanderausstellung „Schuld und Sühne“

ausstellungseroffnung

„Schuld und Sühne“ hat der Arbeitskreis  Labertal als Titel über seine neueste Ausstellung gesetzt, die in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsarchiv entstanden und noch bis Sonntag, 16. Oktober im evangelischen Pfarrzentrum I.R.R.E.N.E. in Neustadt zu sehen ist.

Im Mittelpunkt stehen die Gewaltverbrechen während des Nationalsozialismus mit Schwerpunkt Bayern. Zwei Tafeln haben die AK-Aktiven  zudem eigens für Niederbayern zusammengestellt.  Ab der kommenden Woche ist die Ausstellung in Geiselhöring, danach in Rottenburg, Straubing und Pfaffenberg zu sehen.

Nicht nur die SPD Landtagsabgeordnete Johanna-Werner-Muggendorfer, die die Ausstellung in Neustadt eröffnete, reagierte „erschreckt und entsetzt,“ auf die Fotos von ausgezehrten und getöteten KZ-Häftlingen und deren Peiniger. Für die Politikerin sind Präsentationen  dieser Art „enorm wichtig, denn wir dürfen diese Grausamkeiten niemals vergessen.“  Jeder müsse sich damit auseinandersetzen, „denn so etwas darf nie mehr passieren.“ Traurige Beispiele liefere allerdings die Aktualität in der Welt, in der in vielen Ländern der Krieg tobe „und die Würde und das Leben der Menschen mit Füßen getreten wird,“ so die SPD-Politikerin.

Dialekt in Bayern

Lob für Dialektpflege an Schulen

MdL J. Werner-Muggendorfer begrüßt  neue Initiativen

Bei den Bemühungen um den Erhalt der Dialekte in Bayern tut sich einiges. Vor allem Kindergärten und Grundschulen sind angeregt, schon den Jüngsten und Jungen Mundart schmackhaft zu machen. „Eine positive Entwicklung“  lautet dazu der Kommentar von   MdL  Johanna Werner-Muggendorfer.

Die SPD-Politikerin aus Neustadt an der Donau (Landkreis Kelheim) hatte sich noch vor einem guten Jahr  „sehr besorgt“ über den Verlust der Dialekte in den verschiedenen Regionen im Freistaat  gezeigt. Mittlerweile habe sich allerdings Einiges getan: „Das war bis vor kurzem noch nicht der Fall.“

In der ausführlichen Antwort des Sozial-, Arbeits-, Familien- und Integrationsministeriums auf die Anfrage der Politikerin bei der Staatsregierung zu Initiativen, die helfen, den Dialekt zu fördern und bewahren, werden nicht wenige Bemühungen  des Staats sowie von privaten Vereinigungen aufgezählt. Wie zum Beispiel die Aktionen des unterfränkischen Dialektinstituts an  Grundschulen, die  Kinder mit der eigenen Mundart und deren Vielfalt  in Unterfranken vertraut machen und zum aktivem  Gebrauch ermutigen.

Ebenso der Bayerische „Dialektzensus“ den der  Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Augsburg gerade vorbereitet. Er soll Einblick in Kenntnis und Gebrauch des Dialekts an Kindergärten bringen. Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan  (BayBEP) thematisiert den Dialekt und dessen Gebrauch. Zudem enthält er fachliche und rechtliche Argumentationshilfen für Lehrer und Erzieher gegenüber Eltern, die der Verwendung von Mundart an Schulen und Kindergärten ablehnend gegenüberstehen. Zum Thema Dialekt gehört auch die Beobachtung der Sprachentwicklung der Kinder sowie deren Umgang mit den Medien (SELDAK) , genauso wie das Projekt des Bayernbunds e.V.  unter dem Motto  „Freude an der Mundart wecken und verstärken“. Es läuft derzeit  an 20 Kindergärten und Schulen in den Landkreisen Rosenheim und  Traunstein.

Das Dialekt-Spezial auf der Homepage des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands enthält Links und Hinweise auf entsprechende Schulprojekte, beim  jährlichen „Aktionstag Musik in Bayern“ stehen Dialektlieder im Mittelpunk und im Projekt „MundART wertvoll“   werden vorbildliche Mundart-Projekte an bayerischen Schulen entwickelt und durchgeführt. Schließlich bemüht sich  auch das Kultusministerium um den Dialekt und verschickte   das von ihm herausgegebene Buch „Dialekte in Bayern“ kostenlos an alle Schulen im Freistaat. Auf Wunsch können noch  weitere Exemplare  angefordert werden.

Eröffnung des Burgmayerladen / Stadl in Langquaid

„Direkt vom Erzeuger in den Laden“. Regionale Produkte von ökologisch nachhaltig wirtschaftenden Betrieben.
Das ist das Konzept des Burgmayerladen in Lagquaid.
Nach einer Einführung durch Herr Matejka und Grußworten von Johanna Werner-Muggendorfer und Herr Blascheck wurde bei einer Andacht mit Pfarrer Schwarzfischer das Areal am 20. Mai 2016 feierlich eröffnet.