Irsee 2014 – SPD Fraktion positioniert sich

Schule vor Ort – Städte und Gemeinden müssen eigene Entscheidungen treffen dürfen!

Die BayernSPD-Landtagsfraktion fordert auf ihrer Klausurtagung in Kloster Irsee die bayerische Staatsregierung auf, die Städten und Gemeinden mehr eigene Entscheidungen in der Bildungspolitik treffen zu lassen.

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Die neue SPD Landtagsfraktion positioniert sich bei ihrer Klausur in Irsee

Die Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer kritisiert die Bildungspolitik der Bayerischen Staatsregierung: „Die Staatsregierung bietet den Kommunen seit Jahren Konzepte an, die möglicherweise für die Schulen vor Ort überhaupt nicht passen oder sogar kontraproduktiv sind! Ein Schulmodell, das in den Ballungsräumen umsetzbar sein mag, ist für Gemeinden im ländlichen Raum, in denen die Schülerzahlen kleiner werden und die Standorte wegfallen, nicht zielführend!“

Als Beispiel für ein wohnortnahes Konzept nennt der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag Güll die Gemeinschaftsschule, die in Baden-Württemberg bereits erfolgreich eingeführt wurde: „Damit müsste keine Schule geschlossen werden, wenn vor Ort nur noch eine Handvoll Schüler den Realschulabschluss machen möchte“, so Güll. „Individuelle Konzepte für jedes Kind sowie alle Abschlüsse unter einem Dach wären ein effizientes Mittel gegen das Schulsterben im ländlichen Raum. Doch die Staatsregierung sperrt sich seit Jahren aus ideologischer Verbohrtheit gegen ein Konzept, das so ähnlich schon in anderen Bundesländern sehr erfolgreich funktioniert. Die Leidtragenden dieser Sturheit sind die Eltern, die Lehrer und vor allem die Schülerinnen und Schüler, die jeden Tag weite Strecken zur nächsten Schule zurücklegen müssen. Es wäre begrüßenswert, wenn Kultusminister Spaenle den Menschen in Bayern zutrauen würde, auch eigene Wege in der Bildung gehen zu können.“