Kolumne

Mehrheit der der Bayern bevorzugt den Ausbau der Kita-Angebote.

Die SPD-Landtagsfraktion hat eine Umfrage in Auftrag gegeben, um die Meinung der  Bayern zum Landesbetreuungsgeld  zu erfahren. TNS infratest hat herausgefunden, dass Menschen in Bayern mit großer Mehrheit die Zahlung eines Landesbetreuungsgeldes ablehnen. Fast zwei Drittel (63 Prozent )der Befragten sprechen sich dafür aus, das Geld besser in den Ausbau von Kitas zu investieren. Nur 28 Prozent unterstützen das Vorhaben der CSU-Staatsregierung. Das letztlich eine Prämie für die Nichtnutzung einer Kita ist.

Den Eltern geht es in allererster Linie darum, Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren zu können. Das ausreichende Angebot an Kitas und Krippenplätzen ist die beste Unterstützung für die Eltern. Vor allem in den Ballungsräumen ist die Nachfrage der Eltern nach Plätzen sehr groß. Auch die Ausweitung der Betreuungszeiten, z.B. in den frühen Morgenstunden oder am Abend, in den Ferienzeiten, helfen den berufstätigen Eltern und helfen so direkt bei der Vereinbarkeit.

Die Umfrage zeigt, dass in allen Altersstufen, von jungen Erwachsenen bis hin zu Rentnerinnen und Rentnern, der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen eine deutliche Mehrheit findet.

Auch regional gibt es keine Unterschiede, egal, wo die Menschen wohnen, – ob in der Kleinstadt, mittleren  Kommune oder Großstadt – überall ergibt sich die gleiche deutliche Aussage: Nein zum Betreuungsgeld, ja zum Kita-Ausbau.

Zurzeit gibt es in Bayern nur für 28 Prozent der Kinder einen Krippenplatz. Nach unabhängigen Berechnungen des Deutschen Jugendinstituts läge der Bedarf im Schnitt jedoch bei 41 Prozent. Das wären 20.000 zusätzliche Plätze allein im Freistaat. Bei der Betreuungsquote befindet sich Bayern zusammen mit dem Saarland bundesweit auf dem letzten Platz.

Da wir den Euro nur einmal ausgeben können, muss das Geld dort eingesetzt werden, wo es am effizientesten ist. Deshalb sollte die CSU  auf die Mehrheit der Bevölkerung hören und vom Betreuungsgeld Abstand nehmen.

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